Rede im Landtag zu den niederländischen Flughafen-Plänen

Hoppenbrock: „Wir haben Zeit gewonnen – aber die müssen wir nutzen und jetzt handeln!“

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ernst-August Hoppenbrock, hat am Donnerstag im niedersächsischen Landtag einem zivilen Verkehrsflughafen in Twente/Enschede eine klare Absage erteilt und forderte erneut eine stärkere Einbindung der Niederländer.


Der Landtagsabgeordnete berichtete dem niedersächsischen Plenum von seinem Besuch bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der das Thema daraufhin noch in der vergangenen Woche bei einem Treffen der EU-Verkehrsminister in La Coruna mit seinem niederländischen Ressortkollegen Carmiel Eurlings besprochen hat.
Bei dem Gespräch erreichte Ramsauer zumindest, dass Eurlings versprach, sich für eine neue Umweltverträglichkeitsstudie einzusetzen, was den Akteuren immerhin erst einmal Zeit bringt.

Dabei schilderte der Landtagsabgeordnete eindringlich die Notwendigkeit von Verhandlungen und machte deutlich, dass der Flughafen Osnabrück-Münster für die Region als zentraler Standortfaktor unverzichtbar ist.

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Eine engagierte Rede für eine gute Lösung: Ernst-August Hoppenbrock im Landtag

Tatsächlich ist das Thema auch in den Niederlanden nur wegen der Ablehnung des Provinzparlamentes Overijssel noch nicht vom Tisch, denn dasselbe Parlament, das die Pläne noch im Dezember abgelehnt hatte, hat nun eine neue Studie zu den Folgen eines Flughafens in Twente/Enschede in Auftrag gegeben.

So fand der Meller Volksvertreter bei seinen Kollegen im Landtag – nicht nur in den Fraktionen von CDU und FDP – viele offene Ohren, als er ausführte: „Wir müssen jetzt handeln und verhandeln, um in der Euregio und mit den Niederlanden eine gemeinsame gute Lösung zu finden.“ Denn bei den zentralistisch organisierten Niederlanden liege die Entscheidung letztlich bei der Regierung in Den Haag.

Christian Wulff habe mit dem Vorschlag, die Niederländer beim FMO einzubinden, bereits den richtigen Weg aufgezeigt. Hoppenbrock: „Wir wissen, die Niederländer lassen sich von ihrem großen Nachbarn nicht gerne etwas sagen, aber wir wissen auch, dass sie gute Kaufleute sind! Wir sollten ihnen eine Lösung mit einer Beteiligung am FMO anbieten, die sich auf für sie rechnet!“
 

http://hoppenbrock.de
erstellt am 19.02.2010